Verblondet

Ich bin doch nur blond.

Essen – Ja ich kann kochen!!!

1)
Kannst du kochen? Wenn ja, kochst Du gerne?

Ja. Die anderen sagen es. Aber das klingt zu bescheiden. Ich sage es selber. Ich koche gerne. Kochen ist köstliche Kunst.

2) Wann isst bei Euch die ganze Familie gemeinsam?
Meine Familie ist meine WG. Ein gemeinsames Essen gehört in meiner Familie nicht zur Tagesordnung dazu. Aber wenn sich alle mal zufällig zusammen einfinden, dann ist das Essen drei mal so lecker und wir schmausen bis in die Puppen.

3) Was isst Du zum Frühstück?

Ich verdaue meine Träume und trinke dabei eine Tasse Gewohnheitskaffee.

4) Wann, wo und wie isst Du in der Woche?

Ich esse so manches Mal in der Mensa. “Die Suppe ein Wasser, das Fleisch ein Brett…” als Ausgleich koch ich mir dann zu Hause meine gesh der unden Gemüse. Was das Essen angeht lebe ich nach der Devise “was man ißt, ist man”.

5) Wie oft geht ihr ins Restaurant?

Wenn ich eingeladen werde oder wenn es schöne Dinge bei Kässpätzle zu besprechen gibt.
Das ich nicht oft gehe, deutet nicht darauf hin, dass das Leben nicht schön ist- Es gibt immer schöne Dinge zu besprechen und bei schwäbischen Maultaschen ist der ganze Abend ein Traum.

6) Wie oft bestellt ihr Euch was?

Nie.

7) Zu 5 und 6: Wenn es keine finanziellen Hindernisse gäbe, würdet ihr das gerne öfters tun?

Das Geld spielt natürlich eine Rolle. Aber es wäre nur noch halb so spannend und angenehm bedient zu werden, hätte Frau sich daran gewöhnt.
8) Gibt es bei Dir so was wie “Standardgerichte”, die regelmäßig auf den Tisch kommen?

Gemüsepfannen und Schokolade.
Das was man an gesundem Essen zu sich genommen hat muss durch weniger gesundes ausgeglichen werden. Ich käme sonst in den Ruf ein richtiger Öko, ein Müsli, ein konsequenter Spielverderber mit einer Tendenz zur eigenen Züchtigung zu sein.

9) Hast Du schon mal für mehr als 6 Personen gekocht?

Oh ja Kartoffelsalat für eine ganze Hochzeitsgesellschaft. Eine völlig verheulte Angelegenheit bei solch einer Masse von produzierten Zwiebelringen. Und alles sagten am Ende “Ah” und “Oh”. Nur die, die unter geschwollenen Augenliedern hervorblinzelte, war verstummt.

10) Kochst du jeden Tag?

In Gedanken

11) Hast Du schon mal ein Rezept aus dem Kochblog ausprobiert?
Ja. Aber mein fiktives Kochbuch ist das schönste, interessanteste und beste.

12) Wer kocht bei Euch häufiger?
Ich

13) Und wer kann besser kochen?
Meine Hände, meine Augen, meine Nase, mein Bauch, eben meine Liebe zum Leben voller Aromen.

14) Gibt es schon mal Streit ums Essen?
Ja. Aber nicht um das was gekocht wird, sondern um das wie des Genusses.

15) Kochst du heute völlig anders, als Deine Mutter
/Deine Eltern?

Ja. Ich nehme mir Zeit.

16) Isst Du heute noch gerne bei Deinen Eltern?
Wenn das Diskussionsklima entspannt ist.

17) Bist Du Vegetarier oder könntest Du Dir vorstellen vegetarisch zu leben?

“Ich esse meine Freunde nicht”. Ein Satz der übrigens von Reinhardt May stammt.

18) Was würdest Du gerne mal ausprobieren, an was Du Dich bisher nicht rangewagt hast?

Sushi im Kimono

19) Kochst Du lieber oder findest Du Backen spannender?

Beim Backen kann ich mich nicht beherrschen und nasche so viel. Es führt immer zu einem dauerhaften Zustand des Unwohlseins.

20) Was war die größte Misere, die Du in der Küche angerichtet hast?
Ich habe nicht gespült.

21) Was essen Deine Kinder am liebsten?

Ich wünsche mir, dass meine Kinder einmal Haselnüsse und Schokopudding. Waffeln und Pommes, Marmorkuchen und Eis , Schlagsahne, Salzstangen und Erdbeeren essen werden, damit ihre Augen vor Freude zu glühen anfangen und sie ganz rote Bäckchen bekommen.

22) Was mögen Deine Kinder überhaupt nicht?

Ich glaube sie würden kein Blumenkohl essen wollen.

23) Was magst Du überhaupt nicht?

Ochsenzunge

24) Wofür kann man Dich nachts wecken?

Für Pizza oder Käsebrot.

Brötchen und die Teigmaschine

Ein schöner Morgen, ich fahre über die Landstraße und höre “Zweiraumwohnung” aus dem Radio zwitschern , während hinten im Kofferraum die warmen Brötchen und krustigen Croissants auf ihren Verzehr warten. Und dieser Verzehr ist ja nur das Ende einer langen Kette von Übel, sie wurden durch die Teigmaschiene gedrückt und durch die ätzende Lauge gezogen. Nun wimmern sie ihrem Abschied entgegen. Aber das bekümmert mich nicht im Geringsten. Fröhlich packe ich die Gangschaltung, die mich blöd von der Seite anmacht, weil sie klemmt. Die Tatsache, dass ich mitten auf der Kreutzung stehe und wild die Gänge suche und immer nur im Leerlauf einen Start hinlege, der dann keiner ist, kann mich heute nicht aus der Bahn werfen. Ich staune über meine Gelassenheit, denke eher an Ei auf gebackenem Roggenmehl als an einen möglichen Zusamenprall mit anderen Brötchenfängern. Und das Staunen ist der Anfang alles Philosophierens, also staune ich über diesen Morgen, der sich mir so bunt darbietet.
Und wenn Wirklichkeit wirklich nur ein Konstrukt des sie wahrnehmenden Subjektes ist, dann sage ich zu mir:
Das hast du gut gemacht, weiter so, ich bitte um ein paar mehr von diesen morgendlichen Wirklichkeiten.